Universitätsklinik für Neurochirurgie

 

So arbeiten wir

Leitung: Dr. C. Heinen; Dr. B. Brinkmann

Sprechstunde jeden Montag
Dr. Heinen, Dr. Brinkmann

 

Die Chirurgie des Plexus brachialis (Armenervengeflecht) ist ein sehr spezielles und hochkomplexes Gebiet innerhalb der Nervenchirurgie. Daher führen nur wir diese OPs neben wenigen andern spezialisierten Zentren in Deutschland regelmäßig durch.

Einen wichtigen Anteil nimmt dabei die aufwändige Wiederherstellung von ausgefallenen Funktionen des Schultergürtels, des Armes und der Hand nach Verletzungen des Plexus durch, z.B. nach Verkehrsunfällen/ Operationen/Kriegsverletzungen/ etc.
Hierzu verwenden wir ein individuell maßgeschneidertes Behandlungskonzept unter Kombination der möglichen Verfahren (u.a. Nerventransplantation, Umsetzen von Nerven – Nerventransfers, Teilnerventransplantation- split repair, jump graft, Transfers von der Gegenseite; sekundäre Verfahren-Ersatzoperationen). Neben Verletzungen werden ebenfalls die Tumoren des Plexus brachialis operiert. Hierzu gehören die sogenannten gutartigen Nervenscheidentumoren (Schwannome/Neurinome, Neurofibrome, Perineuriome) als auch die bösartigen malignen peripheren Nervenscheidentumoren (MPNST). Auch Tumoren anderen Ursprungs (Metastasen/ Lungenspitzentumoren sog. „Pancoasttumoren“/ Halstumoren etc.) sind Teil des Spektrums. Hierbei steht jeweils neben der Tumorentfernung natürlich der Erhalt der Funktion an oberster Stelle (sog. „funktionserhaltende Enukleation“). Daher werden solche Eingriffe immer unter mikroskopischer Sicht unter Neuromonitoring durchgeführt (Messung der Nervenfunktion trotz Narkose).
Hinzu kommt die Behandlung der Kompressions- oder Einengungssyndrome des Plexus. So führen wir regelmäßig Entlastungsoperationen des Plexus bei Thoracic Outlet Syndrom (=TOS oder auch Halsrippensyndrom/ Scalenus anterior-Syndrom/kostoklavikuläre Enge genannt) durch. Im Vorfeld wird durch spezielle Untersuchungen (Neurosonographie/ MR-Neurographie über die Kooperation mit Dr. Kele Neurologie Neuer Wall Hamburg/ Prof. Dr. Bendszusz Neuroradiologie Universität Heidelberg) die Diagnose gesichert, um so gezielt die einengende Ursache angehen zu können. Dazu gehören die Entfernung u.a. zusätzlicher Muskeln/ Sehnen/ Bänder (z.B. Sibson-Faszie), Halsrippen, der ersten Rippe oder verbreiterter Halswirbel, um den Nerven und Gefäßen wieder Platz zu verschaffen.

Eine ausführliche körperliche Untersuchung, ergänzt durch die bildgebende Darstellung der Begleitverletzungen und Nervenwurzeln im Bereich des Rückenmarkes ist sehr wichtig für die Beurteilung der vorliegenden Verletzung und Auswahl geeigneter operativer Maßnahmen. Nach den Operationen werden die Patienten in ein langfristiges Behandlungskonzept eingebettet und bleiben über viele Jahre in unserer Nachbetreuung.

Neben dem Plexus brachialis widmen wir in gleicher Weise den Läsionen des Nervengeflechtes im Bereich des Retroperitoneums und kleinen Beckens – dem Plexus lumbosacralis. Auch hier führen wir in ähnlicher Weise
Wiederherstellungsoperationen nach Verletzungen/ OPs/ Unfällen etc. durch und entfernen in Kooperation mit der Allgemeinchirurgie sowohl Tumoren des Plexus selbst oder Tumoren umliegender Strukturen mit Beteiligung des Plexus lumbosacralis.

Plexusläsionen:

  • Verletzungen des Armnervengeflechts Plexus brachialis
  • Verletzungen des Bein-Beckennervengeflechts Plexus lumbosacralis
  • Tumoren und Nervenscheidentumoren des Plexus brachialis und lumbosacralis
  • Thoracic-Outlet-Syndrom
  • Metastasen im Plexusbereich

Hierzu verwenden wir nach sehr sorgfältiger Abwägung regelhaft eine Kombination der möglichen Verfahren (u.a. Nerventransplantation, Umsetzen von Nerven – Nerventransfers, Teilnerventransplantation- split repair, jump graft, Transfers von der Gegenseite; sekundäre Verfahren-Ersatzoperationen). Eine ausführliche körperliche Untersuchung, ergänzt durch die bildgebende Darstellung der Begleitverletzungen und Nervenwurzeln im Bereich des Rückenmarkes ist sehr wichtig für die Beurteilung der vorliegenden Verletzung und Auswahl geeigneter operativer Maßnahmen.

Nach den Operationen werden die Patienten in ein langfristiges Behandlungskonzept eingebettet und bleiben über viele Jahre in unserer Nachbetreuung. Die Ergebnisse dieser Plexusoperationen werden von uns seit vielen Jahren wissenschaftlich aufgearbeitet (Outcomeanalysen). Neben Verletzungen werden ebenfalls die Tumoren des Plexus brachialis und Einengungssyndrome des Plexus behandelt (Thoracic Outlet Syndrom –TOS, Kompressionsneuropathien). Wir widmen uns ebenso den Läsionen des Nervengeflechtes im Bereich des kleinen Beckens (Plexus lumbosacralis).