Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Unsere Leistungen

  • Vaginale Operationen insbesondere
  • Senkungseingriffe auch mit Implantateinlage
  • Abdominale Operationen
  • Kombiniert vaginal-abdomniale Operationen
  • Brustoperationen
  • Laparoskopien
  • Hysteroskopien
  • Lasertherapie
  • Dysplasiesprechstunde (Differenzialkolposkopie)
  • Gynäkologisch-onkologische Konferenz
  • Urodynamischer Meßplatz
  • Ultraschalldiagnostik: Dopplerdarstellung,  Brustsonografie
  • Mamma-Punktionen unter sonografischer Kontrolle

Das breit gefächerte Leistungsspektrum umfasst diagnostische Routineeingriffe bei Schmerzen, gutartigen Erkrankungen und Kinderlosigkeit.Operative Vorgehensweisen sind Gebärmutterentfernung, Myomentfernung, Eierstockzystenausschälung, Adhäsiolyse, Endometriosetherapie, Inkontinenzbehandlung.  Die endoskopische Operationstechniken werden bei uns stetig weiter erarbeitet und perfektioniert. Die gynäkologische Onkologie von Brust und Genitalkarzinomen erfordert auf den Einzelfall abgestimmte Therapien nach modernen Erkenntnissen unter Berücksichtigung der Patientinnenwünsche. Das interdisziplinäre Angebot der onkologischen Praxis in Oldenburg (Dr. med. Otremba et al.) sowie der plastischen Wiederherstellungschirurgie (Prof. Steinsträßer) bieten schnelle Beratung und individuelle Therapieplanung bereits präoperativ. Kontakt über unsere Ambulanz (0441-236-735).

Harninkontinenz

Ein Leiden mit Tabu. An unwillkürlichem und willentlich nicht zu beeinflussenden Harnverlust leiden in Deutschland ca. 6 – 7 Mio. Menschen. Harninkontinenz bewirkt oft eine erhebliche Einschränkung an Lebensqualität, manchmal bis zu sozialer Isolation. Das muß und darf nicht so bleiben! Denn Hilfe ist in vielen Fällen möglich.

Es gibt hervorragende Behandlungsmöglichkeiten, nur viele Betroffene wagen nicht, das peinliche Thema anzusprechen. Falls auch bei Ihnen gelegentlich oder ständig unwillkürlicher Harnverlust auftritt, so sind Sie mit diesem Leiden nicht allein. Sprechen Sie das Thema bei Ihrem nächsten Arztbesuch an, nur so haben Sie eine Chance, Hilfe zu bekommen.

Beckenboden

Der Beckenboden besteht aus mehreren übereinanderliegenden Muskelplatten, die einen elastischen Abschluß des Beckens nach unten bewirken und die Last der Eingeweide Darm, Gebärmutter und Harnblase tragen. Der Beckenboden hat bei der Frau durch Enddarm, Scheide und Harnröhre drei „Lücken„, die bei intakter Funktion eine exakte Kontrolle von Darm- und Blasenentleerung ermöglichen. Einerseits geht normalerweise kein Tropfen Urin verloren, andererseits soll unter der Geburt Platz für das kindliche Köpfchen sein – ein Spagat für die Funktion des Beckenbodens.

Störungsmöglichkeiten gibt es viele: Geburten, tändiges schweres Tragen und Heben, Operationen, besonders komplette Gebärmutterentfernungen, verminderte Elastizität durch Hormonmangel nach den Wechseljahren, falsche Nervensteuerung der Blasenfunktion u.v.m. Ohne intakten Beckenboden ist eine exakte Kontrolle von Blasen-und Darmfunktion nicht möglich.

Inkontinenzformen

Es gibt verschiedene Formen der Harninkontinenz, die man nach ihren Ursachen unterscheidet. Die beiden häufigsten und wichtigsten Arten sind die:

  • Belastungsinkontinenz: Harnverlust unter körperlicher Belastung (Husten). Verursacht durch fehlende Verschlußfunktion der Harnröhre.
  • Dranginkontinenz: Harnverlust durch nicht unterdrückbaren Harndrang. Verursacht durch Fehlsteuerung der Blasennerven.

 

 

 

Diagnostische Möglichkeiten

Zur Differenzierung der verschiedenen Inkontinenzformen stehen eine Reihe von Untersuchungen zur Verfügung:

  • Spezielle Fragebögen
  • Gynäkologische Untersuchung
  • Infektionsdiagnostik der Blase
  • Ultraschall , Röntgen und Magnetresonanztomografie von Blase, Gebärmutter und Beckenboden
  • Druck- und Volumenmessungen in Blase und Harnröhre, Aktivitätsmessung der Beckenboden-Muskulatur (Urodynamische Untersuchung)
  • Therapie

Die verschiedenen Ursachen der Harninkontinenz und die eventuell zusätzlich bestehenden Begleiterkrankungen wie Scheidenvorfall, Gebärmuttervergrößerung oder Cysten der Eierstöcke erfordern eine individuelle Therapieentscheidung.

An erster Stelle stehen nicht-operative Verfahren wie medikamentöse Beeinflussung der Blasenfunktion, spezielle Beckenboden-Krankengymnastik, Regulierung der Trinkgewohnheiten und des Toilettenganges oder eine Hormonersatztherapie. Die Beckenbodengymnatik kann durch zahlreiche Hilfsmittel unterstützt werden. Eine Operation steht meist an zweiter Stelle, wenn andere Therapien keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben. Je nach Befund gibt es Operationen von der Scheide aus (mit und ohne Vollnarkose), durch Bauchspiegelung oder auch einen Bauchschnitt:

  • Spannungsfreies Vaginalband (TVT-Operation)
  • Scheiden-Beckenboden-Dammplastik mit oder ohne Gebärmutterentfernung
  • Scheidenfixierung am Kreuzbein
  • Anhebung des Blasenhalses mit Bauchspiegelung oder Bauchschnitt (BURCH-Operation, sprich: börtsch)

Sämtliche Operations-Verfahren können auch miteinander kombiniert werden, wenn das individuelle Konzept es erfordert. TVT = Tension free vaginal tape (spannungsfreies Vaginalband) Ein neues, erfolgreiches Verfahren zur Therapie der Streßharninkontinenz – ohne Vollnarkose. Zur Therapie der Streßharninkontinenz wird ein spezielles Band von der Scheide aus beidseits der Harnröhre bis oberhalb des Schambeins gelegt. In diese Schlinge wachsen Bindegewebsfasern ein, die innerhalb von 6 Wochen nach der OP das Ergebnis weiter stabilisieren. Bisher hat kein OP-Verfahren eine so niedrige Versagerquote wie das TVT erreicht

Eigene Fragen

über die Sie bereits vor dem Arztbesuch nachdenken sollten. Sie erleichtern so die weiteren Entscheidungen über notwendige diagnostische und therapeutische Maßnahmen.

  • Seit wann verlieren Sie ungewollt Urin, seit einer Geburt, Operation, Medikamenteneinnahme?
  • In welcher Situation tritt der Urinverlust auf? Beim Husten, Gehen, Sitzen oder Liegen?
  • Müssen Sie sofort zur Toilette gehen oder können Sie warten, wenn Sie Harndrang haben?
  • Kommt es vor, dass Sie auf dem Weg zur Toilette bereits Urin verlieren?
  • Können Sie den Harnstrahl willkürlich unterbrechen?
  • Haben Sie das Gefühl, dass die Harnblase nach dem Wasserlassen leer ist?
  • Wie oft müssen Sie tagsüber die Toilette aufsuchen?
  • Müssen Sie in der Nacht die Toilette aufsuchen?
  • Ist das Verlieren des Urins für Sie ein belastendes Problem?

Wir bieten Ihnen spezielle Sprechzeiten nach Vereinbarung.