Physiotherapie

Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage ist eine Bewegungstherapie mit speziellen Behandlungstechniken, die bei körperlichen Beeinträchtigungen jeder Form zur Schulung von Beweglichkeit, Kraft, Koordination und Balance eingesetzt wird. Sie orientiert sich an dem Symptombild des Patienten. Nach Aufnahme eines krankengymnastischen Befundes stellt der Therapeut in Absprache mit dem Arzt einen differenzierten Behandlungsplan auf.

Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage:

Bei Schlaganfällen, Multiple Sklerose, Bandscheibenschädigungen, Muskelerkrankungen, Polyneuropathien, Parkinson, nach Kopfoperationen und Rückenmarktumoren, Rückenmarkverletzungen, Verletzungen der Knochen, Bänder und Sehnen.

Dabei wenden wir folgende Behandlungstechniken an:

  • E-Technik
  • Brügger
  • Schlingentisch
  • Handtherapie mit Schienenbau
  • Kinesiotape
  • Physiotherapie nach Bobath und Vojta

Kontakt

Therapie-Zentrum

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
Steinweg 13 - 17
26122 Oldenburg

Anmeldung & Information
Telefon: 0441 / 236-330

E-Mail schreiben

Leitung: Thomas Müser

Spezielle Behandlungstechniken in der Physiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage

E-Technik
Bei neurologischen und orthopädischen Krankheitsbildern

Ein entwicklungsmotorisches Behandlungskonzept. Der Therapeut gibt leichte Druckreize an bestimmten Punkten des Körpers, auf die der Patient mit Anspannung von bestimmten Muskeln und Muskelketten mit automatischen Reflexen reagiert.

Brügger
Bei allen Haltungs- und Bewegungsstörungen

Mit der von Dr. Brügger entwickelten Therapie behandeln wir Bewegungsstörungen, die muskulären, neuralen, gelenkigen Ursprung haben. Die Funktionsanalyse kristallisiert den Ursprung heraus, der jedoch nicht unbedingt mit dem Ort des Schmerzes übereinstimmen muss. Die Aufrichtung der Wirbelsäule und die dazu notwendige Dehnung der Beugemuskulatur des Körpers bei gleichzeitiger Kräftigung der Streckmuskulatur bewirkt eine Schmerzlinderung.

Funktionelle Bewegungslehre (FBL)
Bei allen Haltungs- und Bewegungsstörungen

Die FBL wurde von Dr. h.c. Susanne Klein -Vogelbach entwickelt. In diesem Verfahren werden Haltung und Bewegung des Patienten beobachtet und für die Therapie ausgewertet. Die Probleme des Patienten werden erkannt und formuliert. Durch Behandlung und Bewegungsschulung wird das Ziel einer natürlichen, schmerzfreien Bewegung angestrebt.

Schlingentisch
Bei Bewegungseinschränkungen auf Grund von Lähmungen, Schmerzen, muskulären Verkürzungen, Verspannungen undGelenkbeschwerden

Der Körper des Patienten wird ganz oder teilweise in Schlingen gehängt. Die Schwere wird genommen, dadurch ist leichteres und entspannteres Bewegen möglich, die Schmerzen werden reduziert.

Medizinische Trainings-Therapie
Zur Kräftigung bei konservativer Behandlung, prä- und postoperativ

Ein komplexes Behandlungsverfahren, das sich die Erkenntnisse der Sportwissenschaft und Medizin zu Nutze macht. Geeignete Bewegungsübungen mit und ohne Gerät führen zu funktionellen und morphologischen Anpassungsprozessen, die Beschwerdelinderung und Funktionsverbesserungen Bringen - dabei insbesondere den Aufbau von Kraft und Ausdauer.

Handtherapie mit Schienenbau
Nach operativen Eingriffen auf Grund von Verletzungen oder rheumatischen Erkrankungen, Spastiken, Lähmungen

Es wird hier der besonders hohe Funktionsgrad der Hand berücksichtigt. Durch spezielle Übungen werden die Beweglichkeit, die Feinmotorik, die Kraft und die Sensibilität der Hand geschult, auch besonders im Hinblick auf die Tätigkeiten in der Arbeitswelt.

Reflektorische Atemtherapie nach Dr. Schmitt
bei Atemwegserkrankungen oder Asthma bronchiale

Diese Therapie besteht aus der sogenannten Atemmassage, die eine Querverschiebung der verspannten Muskulatur ist. Es werden dadurch Schmerzreize gesetzt, die den Patienten zu einer reflektorischen Lösung seiner Verspannung veranlassen. Die Reize werden dosiert gesetzt, sie überfordern den Patienten nicht. Nach der Therapie erlebt er ein leichtes und vertieftes Atmen. Zusätzlich werden Übungen zur Dehnung und für die Beweglichkeit gemacht, um die Atembewegung zu erweitern und zu erleichtern.

Bobath für Erwachsene:
Bei Schlaganfällen, Multiple Sklerose, nach Kopfoperationen, Rückenmarkverletzungen

Bertha und Dr. Karl Bobath entwickelten dieses Behandlungskonzept. Gewohnte Bewegungsmuster, die durch die Erkrankung gestört oder unmöglich geworden sind, werden durch spezielle Unterstützung des Therapeuten und der Auseinandersetzung mit der Schwerkraft wieder gebahnt. Im Vordergrund der Behandlung stehen die Schulung der Kopf- und Rumpfkontrolle, Gleichgewichtsreaktionen und die Gewichtsübertragung von der einen auf die andere Körperseite. Vojta für Erwachsene. Bei neurologischen Bewegungsstörungen und orthopädischen Fehlhaltungen

Dr. Vaclav Vojta entwickelte dieses neurophysiologische Behandlungskonzept. Die Grundlage bilden die angeborenen Bewegungsmuster des Kriechens und Umdrehens. In bestimmten Ausgangsstellungen werden durch gezielte Reize reflektorisch Muskelaktivitäten erzeugt, mit denen man die krankhaften Bewegungsmuster aufbricht und die normalen wieder bahnt.

Elektrotherapie
Bei Schmerzen, Lähmungen, Migräneempfindungen:
Stromtherapie mit verschiedenen Stromformen durch direkte Elektrodenanlage.