Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Interdisziplinäres Palliativzentrum

Kernstück der Palliativmedizin im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg ist die Palliativstation, bzw. das Palliativzentrum Oldenburg. Wir behandeln Patienten mit Erkrankungen in der letzten Lebensphase.
Die Palliativmedizin verfolgt die Idee, Patienten mit fortgeschrittenen lebensbegrenzenden Erkrankungen ein Leben zu ermöglichen, das möglichst frei von stark belastenden Symptomen ist, wie z. B. von Schmerz, Unruhe, Übelkeit und Atemnot. Der Fokus unseres Handelns liegt auf der Wiederherstellung und/oder dem Erhalt von Lebensqualität.
Das Behandlungsteam setzt sich aus mehreren Berufsgruppen zusammen, die – zusammen mit den Patienten und Angehörigen – eine individuell angepasste Behandlung und Begleitung ermöglichen. Ganz wichtig ist für uns dabei  die Zusammenarbeit mit Psychologen, Therapeuten und der Seelsorge.

Für eine Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Pflegeteam Tel.: 0441 / 236 767 (24h)
Koordinatorin: Tel.: 0441 / 236 266

Palliativzentrum Oldenburg

„Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen,
sondern den Tagen mehr Leben geben“

Cicely Saunders

Palliativmedizin ist die ganzheitliche Behandlung von Menschen mit einer nicht heilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung. Das Ziel ist die Linderung von belastenden Symptomen wie z.B. Schmerzen, Luftnot, Übelkeit und Angst. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die individuelle Lebensqualität und die Integration der körperlichen, seelischen, sozialen und spirituellen Bedürfnisse.

Die Palliativstation

Die Palliativstation ist der Mittelpunkt des Oldenburger Palliativzentrums. Hier werden schwerstkranke Patienten betreut, die einer akutstationären Behandlung bedürfen. Im Wesentlichen werden Patienten mit onkologischen, neurologischen und internistischen Krankheiten behandelt.
Ein engagiertes multiprofessionelles Team sowie ehrenamtliche Mitarbeiter sind für die Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen zuständig.

Auf den nächsten Seiten möchten wir uns Ihnen gern näher vorstellen.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, wenn Sie Fragen haben:
Telefon: 0441/ 236 – 767
oder  0441/ 236 - 266

palliativ@evangelischeskrankenhaus.de




 

Ärztliche Leitung
 Dr. Martin Groß



Oberärtzin Frau 
Juliane Mühlenbrock (FÄ Innere Medizin und Palliativmedizin)

Stationsärztin 
Frau Ulrike Kohlmeyer (FÄ für Innere Medizin)

Leitung Pflege und Service 
Thomas Schnittger

Referentin Palliative Care 
Christine Scheve

Die Palliativstation

Die Palliativstation des Evangelischen Krankenhauses wurde im Mai 2005 eröffnet.

Die Station verfügt über acht Plätze, die je nach Bedürfnis der Patientinnen und Patienten als Einzel- oder Doppelzimmer arrangiert werden können. Alle Zimmer haben einen Balkonzugang und sind in hellen freundlichen Farben gehalten. Das Ambiente der Zimmer und Aufenthaltsräume ist wohnlich und gemütlich gestaltet, damit sich die Patienten und ihre Angehörigen auf der Station wohl fühlen können.

mehr Information zur Paliativstation

Ein engagiertes multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegefachkräften, einer Psychologin, Seelsorgern, die Fallkoordinatorin und Referentin Palliative Care, Physiotherapeuten sowie ehrenamtlichen Mitarbeitern ist für die umfassende Betreuung der Patienten und ihrer Angehörigen zuständig. Gemeinsam wird angestrebt, das Leiden der Patienten durch eine verbesserte Symptomkontrolle und mit umfangreicher psychosozialer Betreuung zu verringern.
In täglichen Teambesprechungen werden Probleme, Ressourcen und Behandlungsziele der Patienten bearbeitet. Nur durch diese aktive Verständigung im Team wird eine ganzheitliche Behandlung der Patienten ermöglicht.
Raum und Zeit für eine adäquate Betreuung und intensive Gespräche sind das erklärte Ziel für die Begleitung jeder Patientin und jedes Patienten.

Die Palliativstation ist eine Einrichtung der Medizinischen Klinik und versteht sich als Anlaufstation für alle Fachbereiche, wobei sie auch die palliative Betreuung von Nicht-Tumor-Patienten im Blick hat. Derzeit werden im Wesentlichen unheilbar erkrankte Patienten mit einer Tumorerkrankung (> 80%) sowie neurologischen und internistischen Grundleiden behandelt.

Des Weiteren versteht sich die Palliativstation des Evangelischen Krankenhauses als Teil eines Netzwerkes – im eigenen Krankenhaus, in Oldenburg und in der Region. Ein Ziel unserer Behandlung ist die Entlassung der Patienten in ein sicheres Versorgungsnetzwerk. Dazu ist die Zusammenarbeit und  derAustausch mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten, ambulaten Pflegediensten, Palliative Care Team, den ambulanten Hospizdiensten und den stationären Hospizen und Pflegeeinrichtungen von entscheidener Bedeutung.

Im September 2006 wurde der Palliativstützpunkt Oldenburg eingerichtet, der die Hospiz- und Palliativarbeit in Oldenburg koordinieren und fördern soll. Der Palliativstützpunkt Oldenburg ist ein Zusammenschluss von sechs Institutionen unter der Leitung des Palliativzentrums.

Telefon: 0441 / 236 266
 

Das Palliativteam

Das Palliativteam ist ein interdisziplinäres Behandlungsteam, das sich mit großem Engagement um die Patienten und ihre Angehörigen kümmert.  Es besteht aus Ärzten, Pflegefachkräften, Seelsorgern, einer Psychologin, der Fallkoordinatorin und Referentin Palliative Care, Physiotherapeuten und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Teamarbeit hat im palliativen Kontext eine besondere Bedeutung. Nur durch einen intensiven Austausch untereinander kann gemeinsam das Beste für die Patienten erreicht und eine ganzheitliche Behandlung sichergestellt werden.
Eine gute Atmosphäre untereinander sowie zwischen den Patienten und den Behandelnden wird daher als  wichtiges Fundament für einen angenehmen Aufenthalt gesehen.

Das Team nimmt regelmäßig an Supervisionen teil, die von einer externen und erfahrenen SupervisorIn geleitet werden. Darüber hinaus wird auch eine individuelle Beratung durch die hausinternen Seelsorgerinnen und Seelsorger angeboten.

Die Betreuung von Palliativpatienten bedarf spezieller Kompetenzen. Der Chefarzt und die Stationsärztin verfügen über die Zusatzbezeichunung „Palliativmedizin“. Das Palliativzentrum Oldenburg ist von der Ärztekammer Niedersachsen ermächtigt, die ärztliche Zusatzweiterbildung „Palliativmedizin“ als Ausbildungsstätte anzubieten.
Die Pflegefachkräfte besitzen eine Zusatzausbildung im Bereich „Palliative Care“ und wenden ihre besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Pflege und Betreuung schwerstkranker und sterbender Patienten an.

Kontakt

Interdisziplinäres Palliativzentrum

Chefarzt Dr. med. Martin Groß

Evangelisches Krankenhaus Oldenburg
Steinweg 13-17
26122 Oldenburg

Tel.: 0441 / 236-402
Fax: 0441 / 236-715

E-Mail schreiben

Der Palliativ-Konsildienst

Um die palliative Versorgung nicht nur auf die Palliativstation zu begrenzen, wurde ein Palliativ-Konsildienst eingerichtet, der Patienten auf den Stationen im gesamten Evangelischen Krankenhaus versorgt.

Der Grund für ein Konsil können medizinische Fragestellungen (z.B. starke Schmerzen, Luftnot, Übelkeit etc.), aber auch spezielle Pflegeprobleme, die weitere Versorgung, seelsorgerliche, psychische, soziale oder ethische Fragen und Probleme sein. Es gibt einen ärztlichen und pflegerischen Palliativ-Konsildienst. Bei Bedarf können auch hier die Koordinatorin und Referentin Palliative Care, die Seelsorge oder das Ethik-Komitee hinzugezogen werden.

Liverpool Care Pathway oder Leitfaden "Best Care for the Dying Person"

ein Behandlungspfad zur Betreuung sterbender Patienten im Krankenhaus

Dieser Leitfaden in seiner festgelegten Form wird derzeit von uns nicht verwendet. Über den bisherigen Verlauf der Projekte können Sie sich gerne informieren.

mehr Information zu Liverpool Care Pathway

Die Behandlung und Begleitung sterbender Patienten im Krankenhaus stellt hohe Anforderungen an die betreuenden Ärzte und Pflegenden. Der Umgang mit Sterben und Tod löst oft große Unsicherheit, Berührungsängste und ein Gefühl der Hilflosigkeit aus. Der „Liverpool Care Pathway (LCP)“ beschreibt einen Behandlungspfad für die Betreuung sterbender Patienten und deren Angehörigen. Er bietet dem betreuenden Team praxisnahe Hilfestellungen für eine bestmögliche Begleitung des Patienten.

Der Liverpool Care Pathway wurde im Jahr 2000 von der Royal Liverpool University und dem Marie Curie Center Liverpool entwickelt. In Großbritannien ist der LCP inzwischen weit verbreitet und zum Standard in britischen Krankenhäusern geworden. Die Arbeitsgruppe um Dr. med. S. Eychmüller im Kantonsspital Sankt Gallen hat den LCP 2006 in die deutsche Sprache übersetzt und mit Erfolg in der Schweiz implementiert. Im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg wurde der „Liverpool Care Pathway“ im Mai 2007 erstmalig in Deutschland eingeführt und im Rahmen eines europaweiten Projektes konnten erste Erfahrungen gesammelt werden.

Am 10. September 2008 wurde das Palliativzentrum Evangelisches Krankenhaus Oldenburg mit dem Preis der Qualitätsinitiative Niedersachsen ausgezeichnet.

Der LCP bietet einem Behandlungspfad entsprechend eine praxisnahe Anleitung für die verschiedenen Aspekte der Betreuung von Patienten in der Sterbephase. Neben medizinischen und pflegerischen Entscheidungen werden auch psychologische, soziale und religiöse Bedürfnisse des Patienten berücksichtigt. Anhand einer „Checkliste“ werden Ziele für eine möglichst optimale Begleitung definiert und im Verlauf immer wieder abgefragt und überprüft. Hierzu gehören unter anderem die Behandlung und Linderung häufiger Symptome wie Schmerzen, Luftnot oder Unruhe. Dabei bietet der LCP dem Behandlungsteam praxisnahe Hilfestellungen, beispielsweise bei der Wahl der Bedarfsmedikation. Weitere Ziele beinhalten zum Beispiel das Absetzen nicht notwendiger Medikamente, die Betreuung der Angehörigen sowie die Benachrichtigung des Hausarztes. Darüber hinaus stehen Informationsbroschüren zur Verfügung, die in Ergänzung zu dem persönlichen Gespräch an Angehörige weitergegeben werden können.

Ziel des Liverpool Care Pathways ist es, nicht nur das praktische Handeln sondern auch die Philosophie im Umgang mit Sterbenden zu verändern. Mit diesem Konzept wird der Sterbephase eine besondere Aufmerksamkeit gegeben und die betroffenen Patienten können umfassender und intensiver betreut und begleitet werden.

Bei Fragen geben wir gern unter
Telefon: 0441 / 236-767 oder palliativ@evangelischeskrankenhaus.de weitere Auskunft.

Grundsätze der Palliativmedizin

Bei der Behandlung schwerstkranker und sterbender Patienten zeichnet sich die Palliativmedizin durch einige wichtige Grundsätze aus.

  • Unser Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität gegenüber einer reinen Lebensverlängerung
  • Wir akzeptieren den Tod als Teil des Lebens – die Palliativmedizin steht für eine eindeutige Absage an die aktive Sterbehilfe
  • Wir nehmen den Menschen als Ganzes wahr, im Sinne einer Integration der körperlichen, psychischen, sozialen und seelsorgerischen Bedürfnisse
  • Die Behandlung belastener Symptome, wie Schmerzen, Übelkeit und Luftnot ist uns dabei ein besonderes anliegen
  • Wir begleiten Schwerstkranke, Sterbende und ihre Angehörigen in der Zeit des Sterbens und der Trauer.
  • Aufrichtigkeit und Feingefühl im Umgang mit Diagnosen und Prognosen sind Grundlage eines vertrauensvollen und wertschätzenden Umganges
  • Einem regen Austausch mit den Angehörigen wird dabei viel Zeit gewidmet
  • Unsere Mitarbeiter sind fachlich gut ausgebildet und besitzen eine hohe menschliche Kompetenz

Aufnahmekriterien

Im Folgenden haben wir die Kriterien aufgeführt, die für eine Aufnahme auf die Palliativstation erfüllt sein sollten.
Wenn Sie Ihre Fragen in der nachstehenden Auflistung nicht beantwortet sehen, freuen wir uns über Ihren persönlichen Anruf.

  • Es liegt eine weit fortgeschrittene progrediente Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung vor, die einer palliativmedizinischen Behandlung bedarf. Dies kann eine Tumorerkrankung, aber auch eine andere neurologische oder internistische Erkrankung sein.
  • Eine medizinische Indikation zur Symptomkontrolle von Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Obstipation, Unruhe, Luftnot, Appetitlosigkeit und/oder eine psychosoziale Indikation liegen vor.
  • Die vom Patienten gewünschte Lebensqualität kann nur mit Maßnahmen der Palliativstation (stationäre Krankenhausbehandlung) verbessert oder erhalten werden. Eine ambulante Versorgung ist aktuell nicht möglich. Eine alleinige erhöhte Pflegeintensität ist kein Kriterium für die Aufnahme auf die Palliativstation.
  • Der Patient wünscht die Aufnahme auf die Palliativstation, beziehungsweise ist mit der Aufnahme einverstanden (bei Patienten, die sich selbst nicht mehr äußern können, sollte das Einverständnis durch den Betreuer oder durch Angehörige erfolgen). Der Patient sollte über seinen Krankheitszustand und seine Prognose angemessen aufgeklärt sein.
  • Der Patient und die Angehörigen sind vor Aufnahme auf die Palliativstation darüber informiert, dass nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer geplant ist und die Entlassung nach Hause oder in eine andere Einrichtung nach Besserung oder Stabilisierung der Beschwerden angestrebt ist. Eine Behandlung und Begleitung in der Terminalphase ist jederzeit möglich.
  • Es werden bisher nur erwachsene Patienten aufgenommen.

Patientenaufnahme

Die Palliativstation hat eine begrenzte Anzahl von 8 Plätzen, so dass eine vorherige Anmeldung und eine gute Absprache wünschenswert sind – eine Notaufnahme ist nach telefonischem Kontakt (0441 / 236-767) jedoch jederzeit möglich. 
Wir benötigen eine normale Krankenhauseinweisung durch den behandelnden Haus-/Facharzt.
Die Angabe „Palliativstation“ ist für uns hilfreich.

mehr Information zur Patientenaufnahme

Wir möchten Sie als einweisenden Arzt herzlich bitten, Ihrem Patienten alle für uns hilfreichen Unterlagen (Befunde, Entlassungsbriefe von vorherigen Krankenhausaufenthalten oder Facharztbesuchen, Patientenverfügung etc.) mitzugeben oder vorab zu faxen (0441 / 236660). Da Sie Ihren Patienten länger und intensiver kennen als wir und wir an einer engen Zusammenarbeit mit Ihnen interessiert sind, wäre die Beantwortung folgender Fragen eine Hilfe für uns:

  • Was sind die Hauptprobleme/Symptome des Patienten?
  • Was ist das Ziel der Behandlung – z.B. „Entlassung nach Hause mit guter Schmerzeinstellung“?

Hierzu können Sie auch unser   Aufnahme-Fax verwenden, welches Sie ausdrucken, ausfüllen und an folgende Fax-Nr. senden können:

Fax 0441 /  236 – 660

Wenn Sie Fragen haben - ob zur Anmeldung, zu medizinischen oder pflegerischen Problemen -, dann rufen Sie uns einfach an unter:

Telefon: 0441 / 236 - 767

Netzwerk des Palliativzentrums

Palliativmedizin kann und sollte sich niemals nur an einem Ort abspielen. Dies würde an den Bedürfnissen der Patienten und Angehörigen vorbeigehen. Somit ist es entscheidend wichtig, dass eine gute Vernetzung von ambulanten und stationären Strukturen zur Verfügung steht.

Die Palliativstation des Evangelischen Krankenhauses versteht sich dabei als ein Teil des Netzwerkes mit guten Verbindungen zu den anderen Versorgern, wie z.B.:

  • Hausärzte und ambulante Fachärzte
  • Ambulante Pflegedienste
  • Palliativ Care Teams
  • Ambulanter Hospiz- und Palliativberatungsdienst Oldenburg
  • Stationäres Hospiz St. Peter
  • Onkologische Praxis Oldenburg
  • Tumorzentrum Oldenburg
  • Krankenhäuser (Klinikum Oldenburg, Pius-Hospital, Ammerland-Klinik)
  • Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin und Qualitätszirkel Palliativmedizin in Oldenburg
  • Alten- und Pflegeheime
  • Selbsthilfegruppen
  • Seelsorger und Sozialarbeiter ambulant und stationär
  • Krankenkassen

 

Die ambulante Versorgung von Palliativpatienten ist im Stadtgebiet Oldenburg über das Palliativwerk Oldenburg eG organisiert. Dies ist ein Versorgungsverbund zur Erbringung der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV, SGB V, § 37b)

SAPV umfasst ärztliche und pflegerische Leistungen einschließlich ihrer Koordination insbesondere zur Schmerztherapie und Symptomkontrolle und zielt darauf ab, die Behandlung, Betreuung und Begleitung in der vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Palliativ erkrankte Menschen in stationären Pflegeeinrichtungen haben in entsprechender Anwendung einen Anspruch auf spezialisierte Palliativversorgung (§ 72 SGB XI). Im stationären Hospiz ist nur die ärztliche Palliativbehandlung abrechenbar.

 

Regionales und Überregionales Netzwerk

Das Palliativzentrum Oldenburg hält engen Kontakt zu Fachgesellschaften und anderen Palliativeinrichtungen regional und überregional.

mehr Information zum Regionalen und Überregionalen Netzwerk

Das Palliativzentrum Oldenburg bzw. seine Mitarbeiter sind Mitglieder in folgenden Kommissionen und Fachgesellschaften:

  • Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP)
  • Europäische Gesellschaft für Palliativmedizin (EAPC)
  • Qualitätszirkel Palliativmedizin Oldenburg
  • Arbeitsgemeinschaft Palliativmedizin des Tumorzentrums Weser-Ems („Runder Tisch“)
  • Arbeitsgemeinschaft Versorgungsforschung der European Medical School Oldenburg/Groningen

 

Palliativstützpunkt Oldenburg

Von September 2006 bis zum Jahr 2013 war der Palliativstützpunkt am Palliativzentrum des Evangelischen Krankenhauses angesiedelt, von wo aus die Hospiz- und Palliativarbeit in Oldenburg koordiniert und gefördert wurde.
Aktuell gibt es für die Region Oldenburg eine weitgehend flächendeckende ambulate und stationäre Palliativversorgung.

Für eine Beratung stehen wir Ihnen in diesem Zusammenhang gerne zur Verfügung.

Tel.: 0441 / 236 266

Wissenschaft und Ausbildung

Wissenschaftliches Arbeiten in Form von Forschung und Lehre ist ein weiteres Anliegen des Oldenburger Palliativzentrums.

mehr Information

Um schwerstkranke Patienten und ihre Beschwerden bestmöglich behandeln zu können, bedarf es wirksamer Medikamente und Verfahren mit möglichst wenigen Nebenwirkungen. Noch gibt es zu wenige Studien, die Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten bei Palliativpatienten untersuchen. Auch wissen wir noch zu wenig z.B. über die Bedürfnisse von Patienten und ihren Angehörigen in der letzten Lebensphase oder über die Wirksamkeit und Qualität verschiedener Versorgungsmodelle.
Das Palliativzentrum Oldenburg führt eigene Forschungsprojekte durch, sowie Studien in Kooperation mit anderen Wissenschaftsinstitutionen:

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Institute für Palliative Care (ipac)
  • King’s College, University of London
  • Universität Oldenburg

Forschung

Forschung und Ausbildung

Forschung - Drittmittel 
Das Palliativzentrum Evangelisches Krankenhaus Oldenburg ist in Wissenschaft und Forschung aktiv. In der AG-Versorgungsforschung der European Medical School EMS Oldenburg/Groningen konnte die Palliativmedizin im Positionspapier 2012 als ein wichtiges Anwendungsfeld verortet werden. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren zwei Projekte akquiriert, die durch Drittmittelförderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu einem großen öffentlichen Erfolg führten.
 
2012-2015
Forschungsförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für das Forschungsprojekt: ‘Cicely – Technische Unterstützung und Vernetzung zur Umsetzung einer integrativen ambulanten Palliativversorgung mit Förderung der individuellen Lebensqualität’, Förderkennzeichen: 16SV5895 (Fördervolumen 1.120.254 €, Gesamtvolumen: 2.129.885 €)


2009-2012
Forschungsförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für das Forschungsprojekt: ‘PAALiativ – Intelligente technische Unterstützungsmöglichkeiten in der häuslichen Versorgung für Menschen in ihrem letzten Lebensjahr’, Förderkennzeichen: 16KT0951 (Fördervolumen 1.578.000 €, Gesamtvolumen: 2.801.710 €)

2006-2009
Förderung durch das Sozialministerium des Landes Niedersachsen für die Einrichtung des Palliativstützpunktes Oldenburg (55.000 €)

Thema des Verbundprojektes Cicely (2012-2015)

Cicely – Technische Unterstützung und Vernetzung zur Umsetzung einer integrativen ambulanten Palliativversorgung mit Förderung der individuellen Lebensqualität.


Zusammenfassung der Projektbeschreibung

Das Gesamtziel des Projektes Cicely ist die Entwicklung einer bedarfsgerechten, koordinierten und Nutzer-orientierten Technologie und Dienstleistung zur Unterstützung der noch jungen spezialisierten ambulanten Palliativversorgung  (SAPV). Der Fokus richtet sich auf die Realisierung eines Pflege-Dokumenten- und Pflege-Prozess-Systems, das mit einem häuslichen Monitoring-System gekoppelt sowie um Coaching- und Empowerment-Module ergänzt wird. Durch den gemeinsamen Zugriff über ein Internet-Portal soll die sektorenübergreifende Versorgung schwerkranker Patienten bei gleichzeitiger Entlastung der pflegenden Angehörigen und des Palliativteams optimiert werden. Die effektive und effiziente Bündelung der vorhandenen Ressourcen bei allen beteiligten Akteuren schaffen den benötigten Raum für die Sicherstellung einer förderlichen und sensiblen Palliativversorgung in der häuslichen Umgebung. Der schwerkranke Mensch, seine Angehörigen sowie das Palliativteam können durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von der Integration technikbasierter und dienstleistungsorientierter Unterstützung über „kurze Wege“ profitieren.
Palliativpflege beschreibt in diesem Kontext pflegerisches Fachwissen, Maßnahmen und Aufgaben, die innerhalb des ganzheitlichen Konzeptes der Palliative Care von Pflegenden erbracht werden und der Verbesserung der Lebensqualität von Pflegebedürftigen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen oder terminalen Erkrankungen und deren Angehörigen dienen. Wesentliche Bestandteile der SAPV sind Beratung, Anleitung und Begleitung der Patienten und ihrer Angehörigen in gesundheitlichen und pflegerischen Belangen, Unterstützung beim Umgang mit Sterben und Tod, sowie spezialisierte Beratung des behandelnden Hausarztes bzw. Pflegedienstes.
Die demographische Entwicklung in Deutschland wird in den kommenden Jahrzehnten  nach statistischen Vorausberechnungen zu einer zunehmenden Zahl von Schwerkranken (z.B. Menschen mit Krebs oder einer fortgeschrittenen, chronischen Herz- oder Lungenerkrankung) und gleichzeitig zu einer abnehmenden Zahl von Menschen führen, die Pflege und Krankenbegleitung übernehmen können. Der größte Anteil der Gesundheitsausgaben eines Menschen wird im letzten Lebensjahr aufgewendet, primär bei schweren Erkrankungen. Um eine qualitativ hochwertige Pflege und die Versorgung von Schwerkranken auch in Zukunft in Deutschland sicherzustellen, beziehungsweise zu verbessern, müssen bisher nicht genutzte Ressourcen identifiziert und aktiviert und die vorhandenen Ressourcen bedarfsorientiert und effizient eingesetzt werden.

Die Ziele des hier vorgestellten Projektes Cicely sollen durch drei Maßnahmen erreicht werden:
• Erstens durch Vernetzung von Pflegekräften untereinander und mit pflegenden Ange¬hörigen durch das gemeinsame Pflege-Dokumenten- und Pflege-Prozess-Systems sowie der Entwicklung und Integration von elektronischen Pflegebriefen (Versorgungskontinuität bei sektoralen Schnittstellen), einer elektronischen Pflegeakte (konti¬nu¬ierliche und intelligente Dokumentation) und einer bedarfs- und zukunfts¬orien-tier¬ten computer-unterstützten Pflegeplanung.
• Zweitens durch das Monitoring-System zur Erfassung, Verarbeitung und Übermittlung von gesundheitlichen/ pflegerischen Parametern inklusive Aktivitätsmerkmalen als Basis für er¬for¬der¬liche Interventionen sowie zur Notfallerkennung, -prävention und –management insbesondere in Mehrpersonenhaushalten.
• Drittens durch edukative Hilfeleistung (Coaching- und Empowerment-Module) sowohl für Angehörige als auch für Patienten zur Stärkung und Entwicklung der Selbst¬kompetenz und somit zur Förderung von Selbstbestimmung und Selbstständigkeit.
Die Umsetzung des integrierten Technik- und Dienstleistungsangebotes wird gemeinsam mit allen Akteuren, die als Projektpartner beteiligt sind, in der Region Oldenburg erprobt.


Thema des Verbundprojektes PAALiativ (2009-2012)

Technische Unterstützung für die medizinische, pflegerische und psychosoziale Betreuung von Menschen in den letzten zwölf Lebensmonaten und deren Angehörigen

Zusammenfassung der Projektbeschreibung

Das Gesamtziel von PAALiativ ist die Entwicklung von Produkten, die Menschen in ihrem letzten Lebensjahr im heimischen Umfeld unterstützen. Dadurch wird ihnen ein weitestgehend unabhängiges und sozial integriertes Leben mit der bestmöglichen Lebensqualität zu Hause ermöglicht.
Bedingt durch den demographischen Wandel nehmen der Anteil der älteren Bevölkerung und damit die Zahl der Menschen, die sich in den letzten zwölf Monaten ihres Lebens befinden, deutlich zu. Bis 2035 wird ihre Zahl auf über eine Million anwachsen . Gerade Menschen in dieser Lebensphase sind besonders zuwendungs- und pflegebedürftig. Viele von ihnen wünschen sich, ihre letzte Lebenszeit in der gewohnten, häuslichen Umgebung verbringen zu können, doch der überwiegende Anteil stirbt im Krankenhaus oder in einer anderen Institution.
Daher ist es Ziel dieses Projekts, eine möglichst gute medizinisch-pflegerische Versorgung im häuslichen Umfeld von Patienten zu ermöglichen. Im Sinne von end-of-life-care  sollen hierzu in einem ganzheitlichen Ansatz moderne technische Systeme (z.B. Sensorik, Telekommunikation) mit den sozialen Systemen (z.B. Angehörige, soziale Dienstleistungen) in der vertrauten Umgebung innerhalb eines tragfähigen Geschäftsmodells integriert werden. Auf diese Weise sollen Krisen des Patienten präventiv vermieden oder - im Falle des Eintritts - angemessen gemeistert werden, wodurch z.B. belastende und unnötige Krankenhausaufenthalte am Lebensende verhindert werden können. Die Umsetzung des Versorgungsmodells wird exemplarisch an zwei Patientengruppen durchgeführt: Patienten mit einem Lungenkarzinom (Tumorpatienten) und Patienten mit einer Chronischen Obstruktiven Lungenerkrankung (COPD, Nicht-Tumorpatienten).

Aktuelles

Niedersächsischer Gesundheitspreis 2013, Kategorie „eHealth – Verbesserung der Kommunikationsketten in der Gesundheitsversorgung“
„PAALiativ - Intelligente technische Unterstützungsmöglichkeiten in der häuslichen Versorgung für Menschen in ihrem letzten Lebensjahr", OFFIS Institut für Informatik, Oldenburg
- dotiert mit 5.000 Euro -

„Der Gesundheitssektor ist ein Bereich, der sich stets weiterentwickelt. Besonders innovativen Ideen geben wir mit dem Niedersächsischen Gesundheitspreis deshalb eine Plattform. Sie sollen als Vorbilder wirken und andere zum Nachahmen anregen. Patientinnen und Patienten gewinnen ebenfalls, denn ihnen kommen die neuen Entwicklungen direkt zugute", sagte Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt anlässlich der Preisverleihung am 20. November 2013 im Alten Rathaus in Hannover.
Der Niedersächsische Gesundheitspreis ist mit 15.000 Euro dotiert und wurde gemeinsam vom Niedersächsischen Sozial- und Gesundheitsministerium, dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, der AOK Niedersachsen und der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) ausgeschrieben.
Nähere Informationen:
http://www.ms.niedersachsen.de/startseite/themen/gesundheit/niedersaechsischer_gesundheitspreis_2013/niedersaechsischer-gesundheitspreis-2013-119880.html

Weitere Forschungsprojekte

I. „Einsatz von Benzodiazepinen bei Atemnot bei fortgeschrittenen Erkrankungen“


Es soll die Frage geklärt werden, welche Evidenz es für die Wirksamkeit von Benzodiazepinen bei der Behandlung von Atemnot bei Patienten mit einer unheilbaren und fortgeschrittenen Erkrankung gibt. Hierzu wird ein Systematic Review nach den Kriterien der Cochrane Collaboration erstellt.
Atemnot gehört zu den häufigsten und bedrohlichen Beschwerden bei Patienten mit weit fortgeschrittenen Erkrankungen. Die wirksame und wissenschaftlich belegte Behandlung der Atemnot hat eine hohe praktische Relevanz. Sie ist die Grundlage für die bestmögliche Betreuung der schwerstkranken Patienten. In der medikamentösen Therapie sind Opioide (z.B. Morphin) und Benzodiazepine die Medikamente der Wahl. Für den Einsatz von Opioiden gibt es inzwischen eine relativ gute Evidenz. Benzodiazepine sind in der Therapie der Atemnot zwar weit verbreitet, der Nachweis ihrer Wirksamkeit fehlt aber noch. 
Das Projekt findet in Kooperation mit dem Department of Palliative Care am King’s College, University of London statt (Professor Irene Higginson; Dr. med. Claudia Bausewein MSc). Das Projekt endet Ende 2008.
Verantwortlich: Dr. med. Steffen Simon

II. „Grundhaltung in der Palliativmedizin“ 
Mit Unterstützung des Niedersächsischen Sozialministeriums wird von der Universität Oldenburg (Arbeitseinheit Gesundheits- und Klinische Psychologie) und dem Palliativzentrum Oldenburg die Studie „Grundhaltungen in der Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden PatientInnen“ durchgeführt. 
Das Forschungsprojekt untersucht, was die Grundhaltung in diesem besonderen Arbeitsfeld ausmacht und welche Auswirkungen sie auf die professionell Tätigen hat. Auf diese Weise soll ein Beitrag zur qualitativen Verbesserung der Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden geleistet werden. Ziel ist es zudem, die Menschen zu fördern, die täglich in ihrem Arbeitsfeld in engem Kontakt mit schwerstkranken Menschen stehen. Zu diesem Zweck werden Menschen, die professionell und hauptamtlich mit kritisch kranken und sterbenden Menschen arbeiten, zu ihrer Lage und ihrer inneren Haltung in ihrem Arbeitsfeld befragt. 
Die Pilotphase des Projekts wurde bereits abgeschlossen (10 Experteninterviews mit qualitativer Auswertung; eine Veröffentlichung dazu ist in Vorbereitung). Daran schließt sich nun die Haupterhebungsphase an, in deren Rahmen Daten von etwa 300 Personen im gesamten nordwestdeutschen Raum per Fragebogenverfahren erhoben werden sollen. Das Projekt endet Mitte 2008.
Verantwortlich: Dr. phil. Dipl.-Psych. Gerlinde Geiss, Dr. med. Steffen Simon, Prof. Dr. K. Dörner, PD Dr. habil. N. Krischke

III. „Palliativmedizin in der Rheumatologie“ 
Die beeindruckende Entwicklung in der Therapie entzündlich-rheumatologischer Erkrankungen, die zu einer deutlichen Verbesserung der Prognose und Reduktion der Mortalität geführt hat, darf nicht darüber hinweg täuschen, dass es auch weiterhin fulminante Krankheitsverläufe mit letalem Ausgang in der Rheumatologie gibt. Die Vaskulitiden, die Kollagenosen, die schweren Formen der Rheumatoiden Arthritis und die Entwicklung einer progredienten Lungenfibrose können zu einem „malignen“ Krankheitsverlauf führen, so dass die Patienten innerhalb kurzer Zeit versterben. Sie leiden in dieser Phase an einer Vielzahl belastender Symptome und sind in ihrem Allgemeinzustand und Lebensqualität stark eingeschränkt. Auf der Basis einer Literaturanalyse und eigener Erfahrungen aus der Arbeit mit schwerstkranken Rheumapatienten soll erstmalig ein Überblick über Krankheitsbilder, Beschwerden, Verläufe und Bedürfnisse der Patienten und ihren Angehörigen erarbeitet werden.
Verantwortlich: Dr. med. Michael Schwarz-Eywill, Dr. med. Steffen Simon
Bisherige Publikationen:

  • „Fulminanter Verlauf einer Takayasu-Arteriitis und seltener mesenterialer Gefäßbefall“, Simon S, Schittko G, Bösenberg K, Holl-Ulrich H, Schwarz-Eywill M, Z Rheumatol 2005, 65:520-526

Eine gute Betreuung schwerstkranker Menschen gelingt nur durch gut ausgebildetes und motiviertes Personal. Das Palliativzentrum Oldenburg leistet als Ausbildungsstätte und Fortbildungsanbieter zur Qualifizierung von Mitarbeitern im Bereich Palliativmedizin und Hospizarbeit einen wichtigen Beitrag – in der Region und darüber hinaus. Für Ärzte besteht die Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzweiterbildung Palliativmedizin.

Lehre, Aus- und Weiterbildung

Für Medizin-Studenten der Universität Göttingen im Praktischen Jahr wird ein Seminar im Bereich Palliativmedizin angeboten. Der Einsatz auf der Palliativstation während dieses Ausbildungsabschnittes ist möglich.Ebenso werden Famulaturen auf der Palliativstation angeboten.
Es besteht ein Lehrauftrag im Fachbereich Psychologie an der Universität Oldenburg.
Das Palliativzentrum Oldenburg wurde von der niedersächsischen Ärztekammer ermächtigt, Ärzte im Rahmen der Zusatzausbildung Palliativmedizin auszubilden. Hierfür ist eine einjährige Tätigkeit auf der Palliativstation notwendig.

Die Mitarbeiter der Palliativstation bilden sich regelmäßig mittels interner Fortbildungen und Supervision, sowie durch Teilnahme an externen Fortbildungsangeboten weiter. Es wird angestrebt, dass alle Pflegenden die Weiterbildung „Palliativmedizin“ (nach den Kriterien der DGP) absolvieren. Die Ärztlichen Mitarbeiter nehmen am Qualitätszirkel Palliativmedizin in Oldenburg teil.

Das Palliativzentrum Oldenburg bietet regelmäßig Fortbildungen für die verschiedenen Professionen und Interessierte an, u.a. Oldenburger Palliativsymposium ; Workshops für Hausärzte, ambulante Pflegedienste und Krankenhausmitarbeiter; Fortbildungsreihe der AG Palliativmedizin des Tumorzentrums Weser-Ems; Vortragsreihen etc.
Das Palliativzentrum Oldenburg versteht sich dabei als Katalysator, um das palliativmedizinische Wissen und die Erfahrung möglichst breit zu streuen. Hierdurch sollen ein reger Austausch und Diskussionen zwischen den verschiedenen Professionen und Fachrichtungen entstehen, um voneinander zu lernen.

Publikationen

Folgende Publikationen der Mitarbeiter des Palliativzentrums sind bisher erschienen...

Zeitungsartikel

  • "Angst vor dem Sterben nehmen", 
Evangelische Zeitung (ez), 29.07.2007
  • "Hilfe für Schwerstkranke in Krisenlagen", 
nwz, 13.07.2007
  • „Wenn es keine Heilung mehr gibt“, 
nwz, 08.12.2006
  • „Wir reden nicht gerne über das Sterben“,
nwz, 16.11.2006
  • „Palliativmedizin und Hospizarbeit verbunden“,
Ev. Zeitung, 17.09.2006
  • „Für Schwerstkranke wird gut gesorgt“,
nwz, 08.09.2006
  • „Hilfe für todkranke Menschen“,
nwz, 20.07.2006
  • „Letzte Lebenszeit schmerzfrei erleben“,
nwz, 27.06.2006
  • „Das Leben lohnt sich immer“,
nwz, 11.05.2006
  • „Viele helfen Schwerstkranken bis zuletzt“,
nwz, 30.03.2006

Bücher

  • „Sterbebegleitung statt Sterbehilfe – die Debatte um die Grenzen der Medizin am Lebensende“, Sahm/Simon,
in: „Würdig leben bis zuletzt – eine Streitschrift“,
Hrsg. Katrin Göring-Eckardt, Gütersloher Verlagshaus, 2007
  • „Beim Sterben begleiten“,
Keseberg/Sturm/Simon/Lohmann, 
in: „Hausärztliche Patientenversorgung“, Sturm, Thieme-Verlag, Stuttgart, 2006
  • „Patientenwille und medizinische Indikation – Entscheidungskriterien am Lebensende“,
Schattauer-Verlag, Stuttgart, 2007 (Hrsg. Charbonnier, Dörner, Simon; in Druck)
  • „Ressourcen in der Begegnung mit Sterben und Tod“, 
2007 (Hrsg. Belschner, Geiss, Krischke, Simon; in Vorbereitung)

Wissenschaftliche Artikel und Poster

  • "Bewegende Bilder", 
Nds. Ärzteballt, 08/2007
  • "Gesellschaft - Provokationen auf den zweiten Blick", Rezension zum Buch "Leben und Sterben, wo ich hingehöre" von K. Dörner; 
Dt. Ärzteblatt, Nr. 30, 27.07.2007
  • Fulminanter Verlauf einer Takayasu-Arteriitis und seltener mesenterialer Gefäßbefall“, 
Zeitschrift für Rheumatologie 2006, 65:520-526
  • „Ärztliche Grundhaltung in der Hospiz- und Palliativarbeit“, 
Hospiz-Zeitschrift 2005, Nr. 28
  • „beispielhaft umsorgt“, 
Niedersächsisches Ärzteblatt 2005, Heft 8
  • „Rheumatologie und Palliativmedizin“,
Posterpräsentation auf dem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin, 2006, in Hamburg

 

Qualitätssicherung

Das Hauptanliegen des Palliativzentrums Oldenburg ist die bestmögliche und qualitativ hochwertige Versorgung und Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Patienten und ihrer Angehörigen. Für diese Aufgabe haben wir Grundsätze erarbeitet, nach denen wir uns nach bestem Wissen und Gewissen richten. Diese Grundsätze werden in einem fortlaufenden Prozess immer wieder überprüft, korrigiert und erweitert.

Darüberhinaus orientieren wir uns in unserer Arbeit an den Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin.

Veranstaltungen/Aktuelles

Veranstaltungen

In den Räumlichkeiten der Palliativstation finden regelmäßig wechselnde Ausstellungen statt.

Zweimal jährlich laden wir Angehörige zu einer Gedenkfeier für die Verstorbenen ein.