EVANGELISCHES Krankenhaus Oldenburg
 
 
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Diagnostik:

Neurologische Untersuchungsmethoden

Die Elektroneurographie und Elektromyographie (EMG) werden zum Nachweis von peripheren Nervenschäden und Muskelerkrankungen durchgeführt. Durch schwache Stromreize werden die Nervenleitgeschwindigkeiten (NLG) gemessen. Beim EMG werden elektrische Potentiale im Muskel „hörbar„ gemacht und aufgezeichnet. Dadurch können Schweregrade, Art und Verteilungsmuster sowie Lokalisation von peripheren Nervenschäden bestimmt werden. Sie geben auch Auskunft darüber, wie weit sich ein geschädigter Nerv oder Muskel wieder regeneriert hat.

Bei den evozierten Potentialen (VEP, AEP, SEP) werden durch verschiedene Reizmodalitäten (visuell, akustisch, sensibel) Antworten von peripheren Nerven, Rückenmark oder von der Hirnrinde abgeleitet.

Die Magnetstimulation (MEP) ermöglicht eine schmerzfreie Messung motorischer Bahnen des Körpers.

Mit dem EEG (Elektroenzephalogramm) werden vom Gehirn ausgehende elektrische Potentialschwankungen gemessen und aufgezeichnet. Eine EEG-Untersuchung kann z.B. bei der Diagnostik von epileptischen Anfällen weg weisende Befunde ergeben, die für weitere Behandlung von Bedeutung sind.

Die neurologische Klinik verfügt über ein Schlaflabor, in dem eine Vielzahl von Schlafstörungen untersucht werden. Die wissenschaftliche Schlafmedizin kennt inzwischen 88 verschiedene Schlafstörungen. Ergibt die Diagnostik eine behandlungsbedürftige Atmungsstörung (Schlafapnoe-Syndrom), wird im Anschluß an eine Nachtableitung eine Therapie mit einem Beatmungsgerät (CPAP-Beatmung) begonnen. Durch eine gleichzeitige kontinuierliche Videoaufzeichnung können nächtliche Anfälle und ungewöhnlicheepileptische Anfälle untersucht werden.

Ultraschalldiagnostik bei neurologischen Patienten

Bei Schlaganfällen ist ein wesentlicher Teil der Diagnostik die Ultraschalluntersuchung der hirnversorgenden Gefäße. Mit der Dopplersonographie lassen sich zuverlässig hochgradige Verengungen der Halsschlagadern (Stenosen) nachweisen. Mittels hochauflösender Farb-DUPLEX-Sonographie werden arteriosklerotische Veränderungen (Plaques) sichtbar gemacht, noch bevor der Patient erste Symptome bemerkt. Auch die Gefäße im Schädel lassen sich mittels der transkraniellen Doppler- und Duplexsonographie genau darstellen. Durch fortlaufende Messungen lassen sich Gerinnsel (Embolien) nachweisen, die z.B. vom Herzen oder von Plaques an den Halsschlagadern in Hirngefäße streuen.

Auch seltenere Schlaganfallursachen können mittels dieser Methoden geklärt werden. Dazu werden u.a. Ultraschallkontrastmittel verwendet.

Ein weiteres Anwendungsgebiet des Ultraschalls besteht bei Erkrankungen der Muskulatur, z.B. Entzündungen oder genetisch bedingten Erkrankungen. Durch Ultraschall-B-Bild-Untersuchungen lässt sich das Gewebe des Muskels darstellen. Dies kann u.a. dazu hilfreich sein, den genauen Ort einer Muskelbiopsie zu planen.

Weitere diagnostische Maßnahmen:

  • Funktionsdiagnostik ( OFO-Test, Embolie-Detektion,)
  • evozierte Potentiale
  • Videometrie / Doppelbildanalyse zur Diagnostik epileptischer und nichtepileptischer Anfälle
  • Liquorzytologie

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