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Facharztweiterbildung
Zur Erfüllung unserer anspruchsvollen Tätigkeit ist die Medizinische Klinik auf
hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus
unterschiedlichen Berufsgruppen angewiesen. Teamgeist, Freude am Lernen,
verbunden mit der Möglichkeit einer regelmäßigen Supervision, führen dabei zum
Erfolg. Spezielle Interessen werden von uns besonders gefördert. Durch dieses
moderne Personalkonzept ist es in den vergangenen Jahren gelungen, viele
Kolleginnen und Kollegen erfolgreich und praxisnah zur Ärztin/Arzt für
Allgemeinmedizin bzw. zur Fachärztin/Facharzt für Innere Medizin auszubilden.
Im folgenden Curriculum stellen wir den Ausbildungsweg dar. Durch die damit
geschaffene Transparenz wird deutlich, dass Ausbildung für uns nicht dem Zufall
überlassen wird.
Der Chefarzt der Medizinischen Klinik Dr. med. Michael Schwarz-Eywill verfügt über
die volle Weiterbildungsermächtigung auf dem Gebiet Innere Medizin und im Rahmen der
Allgemeinmedizin sowie für den Fachärztin/Facharzt Innere Medizin.
Curriculum zur Weiterbildung im Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin
Facharzt/Fachärztin Innere Medizin
Das Curriculum wurde mit den Oberärzten und Assistenzärztinnen/-ärzten entwickelt
und wird fortlaufend fortgeschrieben und wurde nach der aktuellen WBO auf 5 Jahre
für die Internistin/den Internisten erweitert.
Abweichungen können sich im Rahmen der individuellen Personalentwicklung
ergeben.
Einige Veranstaltungen finden während der gesamten Ausbildung statt.
1. Jahr & 2. Jahr
- Einführung in das Gesamthaus (1-Tageskurs)
- Einarbeitung in das QM-System der Klinik
- Kenntnisse der Hygienevorschriften
- Kenntnisse des Infektionsschutzgesetzes
- Kurs zur Erlangung der erforderlichen EDV-Kenntnisse (1 Tag)
- Kurs zur Einarbeitung in das DRG-System (1 Tag)
- Strukturiertes Erlernen der Anweisungen Transfusionsgesetz
mit Erfolgskontrolle
- Einführung und teilweise Mitarbeit im Risiko-Management
(u. a. CIRS)
- Erlernen des Behandlungspfades Akuter Schlaganfall
- Internistische Pharmakologie
- Reanimationskurs und Notfallmedizin (1 Tag)
- Brandschutzunterweisung
- Die strukturierte Weiterbildung – Chancen und Risiken
Einmal im Halbjahr durch den Chefarzt jeweils 2 Stunden
- EKG-Training/Notfalltraining
- Rheumatologisch-Internistische Lehrvisite
- Palliativmedizinische Lehrvisite
- Qualitätsmanagement in der Klinik alle 2 Monate 1 Stunde
- Frühbesprechung mit Falldiskussionen täglich 30 Minuten
Leitung: Chefarzt oder Vertreter
- Radiologische Fallkonferenz 5 mal in der Woche 30 Minuten
Leitung: Oberarzt der Radiologie
- Fallkonferenz jeden Mittag 5 mal in der Woche 30 Minuten
- Palliativmedizinische Fallbesprechung mit Fragen zu Ethik in der Medizin jeden Freitag 20 Minuten
- Personalentwicklungsgespräch nach 3 Monaten mit Chefarzt
- Einweisung in Geräte nach Gerätepassverordnung
- Arbeit auf einer Internistischen Station
- Supervision durch einen erfahrenen Kollegen und zugeordnetem Oberarzt
- Erlernen und Umsetzen von EKG-Kenntnissen
- Erlernen eines effektiven Arbeitstils
- Kommunikation im Team
- Arzneimittelverordnungen erlernen und überprüfen
- Schreiben von Epikrisen und Arztbriefen
- Einfache gutachterliche sozial-medizinische Stellungnahmen
- Identifizierung von Problemen mit Erarbeitung einer
strukturierten Problemlösung
- Präanalytik, Beurteilung von Laborergebnissen, mit Einarbeitung
in die Beurteilung der O-III-Laboranalytik
- Behandlung psychogener Symptome mit Unterstützung eines
Psychiaters oder in Zusammenarbeit mit der Karl-Jaspers-Klinik
(Fachkrankenhaus für Psychiatrie)
- Im 5. Monat Personalentwicklungsgespräch vor Ende der
Probezeit mit zusätzlicher Stellungnahme der Oberärzte und der Pflegedienstleitung.
- Kurs der Internistischen Intensivmedizin 1 Woche extern
- Strahlenschutzkurs gemäß Röntgenverordnung extern
- Kenntnisse in der Überleitung und Weiterversorgung mit Sozialdienst
- Kenntnisse in der Indikationsstellung und Beurteilung von Rehabilitationsmaßnahmen
- Indikation, Wirkungsweise, Beurteilung von Methoden und
Verfahren in der Krankengymnastik, Physikalischen Therapie,Ergotherapie im täglichen Gespräch mit den Mitarbeitern der
Abteilung für Physiotherapie und Physikalischer Therapie
- Erlernen von Score-Systemen zur Beurteilung von
Krankheitsaktivitäten und Handicaps (z. B. DAS, HAQ)
- Einarbeitung in die Wissensdatenbank (Intranet, up-to-date)
- Teilnahme an Kriseninterventionen, Aufgabe der Seelsorge
- Teilnahme an externen Fortbildungen primär in Oldenburg
in den Nachbarkliniken
- Rheumatologisch-Nephrologisches Kolloquium 4 mal im Jahr
- Rheumatologisches Sysmposium jährlich in Oldenburg
- Teilnahme an Veranstaltungen im Rahmen des
Bildungsnetzwerks der Oldenburger und Ammerländer
Krankenhäuser
- Mitarbeit unter Supervision in der Notfallmedizin
(Notfallaufnahme, Notfallambulanz und Rettungsstelle)
- Einarbeitung in die Internistische Intensivmedizin
- 6 Monate in der internistischen Intensivmedizin (ggf. geteilt)
- Ausbildung in der Sonografie Abdomen und Schilddrüse
- Stationsdienst und Betreuung diff. Diagnostisch schwieriger
Fälle,insbesondere auf dem Gebiet der Infektiologie, Rheumatologie,
Gastroenterologie, Geriatrie, Pulmologie, Stoffwechselerkrankungen,
Tumorerkrankungen
- Fallbesprechungen mit den Konsilärzten für Hämatologie,
Onkologie, Pulmologie
- Fallbesprechungen mit den Ärzten für Neuroradiologie
- Patientenschulungen, insbesondere auf dem Gebiet der
Pulmologie, Kardiologie, Rheumatologie, Diabetologie
- Gesundheitsberatung zur Primär-Sekundarprävention
- Interdiziplinäre Konsile in Form von Fallkonferenzen,
insbesondere mit Neurologen, Dermatologen, Plastischen
Chirurgen, Chirurgen, Unfallchirurgen/Orthopäden,
Palliativmedizinern, Ernährungsmedizinern, Laborärzten,
Hygieneärzten
- Erstellen von Ernährungsplänen
- Kenntnisse in der Suchtprävention, insbesondere im Rahmen
des, Ernährungsprogramms Speisespaß
- Enarbeitung in die Funktionsdiagnostik, insbesondere EKG,
LZ -EKG, Lungenfunktion, Ergometrie, LZ-RR
- Personalentwicklungsgespräch anhand des Ausbildungsordners
(wird vom Weiterzubildenden geführt und aktualisiert)
- Delegation und Vertretung der Klinik in fachübergreifenden
Arbeitsgruppen (z. B. CIRS, DRG, DMP-COPD, DMP-KHK,
Transplantation, Geräte, LCP, Muskelzentrum, Wundgruppe)
- Sobald die Qualifikation durch den Chefarzt nach Rücksprache
mit den Oberärzten (Check-Listen-System) festgestellt,
Übernahme von Diensten, zunächst nur Tagdienste, im Verlauf
auch Nachtdienste gemäß Arbeitszeitgesetz
3. Jahr
- Punktionen von Körperhöhlen und Organen wie Leber,
Knochenmark
- Fortsetzung der im 2. Jahr erlernten Kenntnisse
4. Jahr & 5. Jahr
- Ultraschall der peripheren Venen und Arterien
- Echocardiografie
- Personalentwicklungsgespräch (weitere Spezialisierung)
- Teilnahme an den Fallkonferenzen des Muskelzentrums
(fakultativ)
- Hospitation als Ausbildungsmodul in der Internistisch-
Rheumatologischen Spezialambulanz zum Kennenlernen
von Strukturen und Arbeitsabläufen im ambulanten Bereich
(fakultativ)
- Erstellen von Gutachten mit kritischer Stellungnahme
- Fortsetzung der Stationsarbeit in Rotation
- Kenntnisse in der Echokardiografie
- Ultraschall der peripheren Venen und Arterien
- Gastroskopie
- Sigmoidoskopie
- Stationsarzt auf der interdisziplinären Schlaganfallstation
(fakultativ)
- Stationsarzt auf einer Internistischen Station
- Fakultativ feste Mitarbeit im interdisziplinärem Team des
Palliativzentrums mit Kennenlernen der regelmäßigen externen
Supervision
- Gastro- und Coloskopien-Mitwirkung, PEG-Anlagen und
Entfernung (fakultativ)
- in jedem Ausbildungsjahr Phasen der Arbeit eines Stationsarztes
auf der Intensivstation
- Gutachten mit eingehendem Literaturstudium
- Personalentwicklungsgespräch
- Zeugnis zur Anmeldung zur Prüfung
- An der Klinik besteht die Möglichkeit, die Zusatzqualifikation
Palliativmedizin über 12 Monate abzuleisten
(Oberarzt Dr. Bartner)
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