EVANGELISCHES Krankenhaus Oldenburg
 
 
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Reduzierung der Umweltgase durch Narkosegase - ein Fall von Recycling

Prinzipiell können Narkosegase schädliche Umwelteinflüsse mit sich bringen. So stellt Lachgas (N2O) ein potentes Treibhausgas dar und die halogenierten Kohlenwasserstoffe wie Isofluran, Desfluran und Sevofluran haben aufgrund der Tatsache, daß in ihnen Fluor- und Chloratome stecken, eine Ozon-abbauende Potenz. Allerdings ist die Belastung durch die Anästhesie im Vergleich zu anderen Quellen ( Lachgas z.B. aus der Landwirtschaft und der Polyamidproduktion, halogenierte Kohlenwasserstoffe aus Spraydosen, Kühlmitteln, Lösungsmitteln ) gering. Dennoch kann durch Ausnutzung der vom Patienten ausgeatmeten Gase und Rückführung zur Einatmung nach Entfernung des Kohlendioxids (Kreissystem) eine drastische Reduktion des Narkosegasverbrauchs von z.B. früher üblichen 4 Liter/Minute auf teilweise unter 0.5 Liter/Minute erreicht werden. Neben einer Reduzierung der Umweltbelastung kann durch die Einsparung von Narkosegasen auch ein Beitrag zur Kostensenkung geleistet werden, und dies vor allem ohne jegliche Einbuße an Versorgungsqualität! Seit Anfang des Jahres 2000 verzichten wir vollständig auf die Anwendung von Lachgas zur Allgemeinanästhesie.

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