Hirntumorchirurgie & Stereotaxie

Leitung:
Prof. Dr. T. Kretschmer, OÄ W. Aumann

Kooperationspartner:

  • Institut für Neuropathologie, Klinikum Bremen-Mitte (Prof. Bergmann)
  • Klinik für Hämatologie und Onkologie,  Pius Hospital Oldenburg
  • Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie,  Pius Hospital Oldenburg
  • Gamma-Knife-Zentrum Hannover (Dr. Bundschuh)


Interdisziplinäres Tumorboard
Jeden Montag, Pius Hospital Oldenburg

Neurochirurgische Tumorsprechstunde
Dienstags     08:00 – 15:00 Uhr
OÄ Aumann

Donnerstags 08:00 – 15:00 Uhr
Prof. Dr. Kretschmer, OA Th. Schmidt
Anmeldung unter 0441 / 3613650,
E-mail: info@mevo.de

Stereotaxie (hochpräzise Gewebeentnahme – Biopsie)

Trotz der modernen Methoden der bildgebenden Diagnostik kann nicht immer eine präzise Diagnose gestellt werden. Insbesondere bei Tumoren oder tumorverdächtigen Veränderungen des Gehirns ist es daher unter Umständen wichtig schon vor der Planung der Behandlung die Diagnose mittels einer Gewebeprobe (Biopsie) zu sichern.
Mittels stereotaktischer Gewebeentnahme können Läsionen jeder Art zur Feststellung der Diagnose millimetergenau und sicher biopsiert werden. Dies geschieht schonend über eine kleine Stichinzision der Haut und ein wenige Millimeter kleines Bohrloch im Schädelknochen. Das Ergebnis der Probeentnahme liegt in der Regel nach wenigen Tagen vor, so dass dann das geeignete weitere therapeutische Vorgehen besprochen werden kann.

Neuronavigation

Ein wesentliches Prinzip der neurochirurgischen Tumorbehandlung ist die möglichst vollständige Entfernung des Tumorgewebes, bei gleichzeitigem, strukturellem und funktionellem Erhalt des gesunden benachbarten Hirngewebes. Tumoren, die sich schlecht vom normalen Hirngewebe abgrenzen oder tief im Gehirn liegen können für den Operateur unter Umständen schwerer zu lokalisieren sein. Zur Unterstützung vieler Operationen werden daher seit vielen Jahren Neuronavigationssysteme eingesetzt. Durch die Neuronavigation können neben anatomischen, auch funktionelle Informationen aus der präoperativen Diagnostik  in die Operationsplanung und -durchführung einfließen. Die Präzision und die Sicherheit einer Operation kann dadurch deutlich gesteigert werden. Darüber hinaus kann mit Hilfe der Navigation die Schädeleröffnung sehr zielgenau und klein angelegt werden, um auch ein kosmetisch günstiges Resultat zu gewährleisten.

Fluoreszenzgestützte Resektion bösartiger Hirntumoren

Es ist anerkannt, dass einer der wesentlichen Faktoren für die Behandlung und Prognose eines Patienten mit einem bösartigen Hirntumor die möglichst weitgehende Entfernung  des Tumors darstellt (Resektion). Die Grenze zwischen befallenem und nicht befallenem Hirngewebe ist gerade bei bösartigen Hirntumoren nicht immer eindeutig erkennbar. Ein Abbauprodukt der Aminolävulinsäure (5-ALA) kann bösartige Hirntumorzellen nach Anregung mit einem Licht bestimmter Wellenlänge erkennbar machen, weil das Tumorgewebe dann eine rote Fluoreszenz aufweist. Das hierzu notwendige Licht wird durch das Operationsmikroskop zugeschaltet (blaues Licht von 400-410 nm). Durch die Anwendung dieses Fluoreszenzverfahrens, können somit zu entfernende Tumoranteile besser von gesunden Hirnanteilen unterschieden werden. Studien haben nachgewiesen, dass durch den Einsatz dieser Methode in geeigneten Fällen häufiger   das Operationsziel einer möglichst „vollständigen Tumorentfernung“ erreicht werden kann, als bei Patienten die mit herkömmlichen Methoden operiert werden. In geeigneten Fälle bedienen wir uns deswegen auch dieser fluoreszenzgestützten Operationstechnik.

Interdisziplinäres Tumorboard

Die Behandlung von Tumoren des Gehirns erfolgt immer auf Basis eines interdisziplinären Therapiekonzeptes. Sobald das definitive Gewebeergebnis vorliegt, wird das weitere dem Patienten angepasste therapeutischen Vorgehen im interdisziplinären Tumorboard mit unseren erfahrenen Kollegen aus den Bereichen der Strahlentherapie, Radiochirurgie und Hämatoonkologie festgelegt.

Kontakt

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26122 Oldenburg

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Fax 0441 / 236-449
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Telefon: 0441 / 236-257
Fax 0441 / 236-449
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diensthabender Neurochirurg