Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Entwicklungsgeschichte

Die Entwicklungsgeschichte von Radiologie und Neuroradiologie am Evangelischen Krankenhaus

Im Jahre 1941 kam mit Dr. Abel erstmals ein Röntgenfacharzt an das Evangelische Krankenhaus. Aus einem Röntgenzimmer wurde 1952 eine „Röntgenabteilung“ mit je zwei Räumen für die Diagnostik und die Strahlentherapie, für lange Jahre die modernste Einrichtung im Weser-Ems- Gebiet. In der Diagnostik wurde dort jedoch noch 1957 die Hälfte aller Röntgenleistungen von den nicht-radiologischen Leitenden Ärzten im Rahmen Ihrer Fachgebiete selbst erbracht. Nach Dr. Abels Tod 1964 kam Prof. Voth aus Göttingen, der weitere 22 Jahre um sein Fach kämpfte. Im selben Jahr wurde mit Aufbau einer Neurochirurgie am Evangelischen Krankenhaus begonnen, für deren diagnostischen Bedarf alsbald ein Gerät für die Hirnarteriographien und Myelographien zunächst mit Standort im neurochirurgischen Operationssaal beschafft wurde.

Bereits sehr früh wurde im Evangelischen Krankenhaus die enorme Bedeutung der neu entwickelten Computertomographie für die Hirndiagnostik erkannt und trotz ausbleibender Landesmittel 1978 mit privaten Geldgebern als einer der ersten Installationen in Deutschland realisiert. Parallel zur dynamischen Ausweitung der neuroradiologischen Diagnostik in der Neurochirurgie entwickelte sich die allgemeine Radiologie nicht nur quantitativ enorm, es kamen hier auch viele neue Untersuchungsmodalitäten hinzu: die Hartstrahltechnik, besonders im Thoraxbereich, die Kymographie, die Erweiterung der Gallen- und Harnwegsdiagnostik, Doppelkontrastuntersuchungen des Magen-Darm- Traktes , Angiographie, Lymphographie, Mammographie, Sonographie sowie die Ganzkörper-Computertomographie. Durch Um- und Anbauten wurden von 1965 bis 1986 hierfür zahlreiche Räume erweitert oder neu erstellt. Die Strahlentherapie hingegen wurde nach entsprechenden Kooperationsvereinbarungen der Oldenburger Krankenhäuser ab 1978 ganz der Schwerpunktabteilung des Pius-Hospital zugesprochen. 1986 wurde die chirurgische Röntgendiagnostik und die Neuroradiologie für die Diagnostische Radiologie des Evangelischen Krankenhauses übernommen. Nun wurde das Konzept einer zentralen radiologischen Diagnostik zur Versorgung aller Kliniken des Hauses umgesetzt.

1991 übernahm der Radiologe und Neuroradiologe Dr. Fahrendorf die Leitung des Institutes. Der für das Haus bedeutsame Schwerpunkt Neuroradiologie konnte in den folgenden zehn Jahren gefestigt und weiter ausgebaut werden: Einerseits durch die Anwendung neuer interventioneller Therapieverfahren zur Behandlung von Schlaganfällen, gefäßreichen Tumoren des Kopf-Hals-Bereiches und blutungsverursachenden Gefäßfehlbildungen wie Hirnbasisaneurysmen , andererseits durch die Einführung des gleichsam schonenden und höchst aussagekräftigen neuen diagnostischen Verfahrens der Magnetresonanz-Tomographie (MRT). Durch die MRT war es nun möglich, ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen oder direkten Eingriffen am Nervensystem Bilder des Gehirns, des Rückenmarks, ihrer Hüllen und der sie versorgenden Gefäße von nie erwarteter Detailgenauigkeit und diagnostischer Aussagekraft zum Krankheitsnachweis oder -ausschluss zu erhalten. Dies erübrigte in der Regel die Notwendigkeit eingreifenderer diagnostischer Verfahren.

Aufgrund der hervorragenden Abbildungsmöglichkeiten mit hohem Weichteilkontrast in beliebig wählbaren Ebenen war die MRT neben ihrem Anwendungsschwerpunkt im Kopf- und Wirbelsäulenabschnitt auch für die Diagnostik von Gelenk- und Weichteilgewebserkrankungen bald unverzichtbar. Mit der Einrichtung der Spiral-Computertomographie konnte eine weitere Verbesserung der diagnostischen Möglichkeiten im allgemeinradiologischen wie neuroradiologischen Bereich, u.a. auch für die rasche und umfassende Notfalldiagnostik in der Traumatologie
und bei akuten Hirndurchblutungsstörungen erzielt werden. Über rein diagnostische Zwecke hinaus wurden CT und MRT zunehmend auch für die exakte Planung computergesteuerter operativer Eingriffe im Bereich des Hirn- und Gesichtsschädels (Stereotaxie, Neuronavigation), für Knie- und Hüftoperationen wie auch die Wirbelsäulenchirurgie genutzt.

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