Evangelisches Krankenhaus Oldenburg

Dysplasiesprechstunde

In der Dysplasiesprechstunde geht es um Zellveränderungen am Gebärmutterhals. Im Rahmen der Krebsvorsorgeuntersuchung wird beim Frauenarzt ein Zellabstrich abgenommen. Wenn dieser genauer abgeklärt werden muss, sind sie bei uns richtig. Mit einem Spezialmikroskop und diversen Färbungen können wir den Gebärmutterhals genauer untersuchen und ggf. auch spezielle Proben entnehmen. Jedenfalls findet eine ausführliche Beratung zu Ihrem Problem statt:

Vielleicht können wir Sie beruhigen, dass zurzeit alles in Ordnung ist, vielleicht werden wir Ihnen eine Kontrolluntersuchung anraten und wenn nötig werden wir eine möglichst sichere und möglichst wenig eingreifende Therapie empfehlen und durchführen. Die Sprechstunde wird von Herrn CA Dr. H. Augenstein, Herrn OA E. Heine und Frau Dr. A. Vonderach durchgeführt, die zur Durchführung der Sprechstunde besonders qualifiziert sind. In unserer Ambulanz werden Sie betreut von Frau Schwanewedel oder Schwester Birgit.
Sprechstundenzeiten:

  • Dienstags von 9 – 12:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
  • Anmeldung Telefon: 0441-236-735
  • Kleine operative Eingriffe führen wir vorzugsweise am Dienstag in unserem ambulanten Operationszentrum durch.

Was sonst noch interessant sein könnte:

Vom Frauenarzt zur Spezialsprechstunde geschickt zu werden, weil ein auffälliger Zellabstrich festgestellt wurde, verursacht bei vielen Angst. Meistens geht es aber nicht um eine Krebserkrankung, sondern um eine Vorstufe dazu, aus der sich möglicherweise bei Nichttherapie einmal ein Krebs entwickeln könnte. Die Entwicklung zum Gebärmutterhals-Krebs benötigt jedoch einen langen Zeitraum, so dass genügend Zeit besteht, in aller Ruhe aber mit Fachkompetenz Veränderungen zu diagnostizieren, um dann mittels einer sehr individuellen und differenzierten Therapie Krebsvorstufen zu entfernen.

Die Zellen Ihres Abstrichs werden von einem Spezialisten, dem Zytologen in 5 Gruppen eingeteilt,die nach dem griechischen Arzt Papanicolaou benannt sind (München-II-Klassifikation): Dabei bedeuten die Gruppen Pap I und Pap II zunächst, dass es sich um einen krebsunverdächtigen Abstrich handelt. Die Gruppe Pap III ist zweifelhaft, da der Untersucher sich nicht festlegen kann, ob der Abstrich unverdächtig oder eventuell doch verdächtig erscheint.
Bei der Pap-Gruppe IIID und IVA legt sich der Untersucher (Zytologe) fest, dass es sich nicht um einen Krebs jedoch bereits um eine Krebsvorstufe handelt. Bei der Pap Gruppe IVB könnte ein Zustand bestehen, bei dem sich die Veränderung gerade von einer Vorstufe zu einem Krebs entwickelt.

Die Pap-Gruppe V zeigt in ihrem Zellbild an, dass es sich vermutlich bereits um einen Krebs handelt.
All diese Pap-Gruppen stellen lediglich Verdachtsdiagnosen dar, so dass die endgültige Diagnose erst mit Hilfe anderer Untersuchungsmethoden gestellt werden kann. Dazu dienen die Beurteilung des Gebärmutterhalses mit Hilfe eines Mikroskops (Differenzialkolposkopie) und die Gewebsuntersuchung, die durch eine Probeentnahme aus dem verdächtigen Bezirk gewonnen wird (Histologie). Erst die Kombination dieser Untersuchungsmöglichkeiten führt zu einer genauen Diagnose, so dass dann eine Therapie festgelegt werden kann. (Text erstellt nach einer Vorlage von Dr. Schomann für die Arbeitsgemeinschaft Zervixpathologie und Kolposkopie)