Aktuelles

31.07.2017

Auf zu neuen Wegen!

Mit dieser guten Vorbereitung steht der Zukunft nichts im Wege: Der komplette Jahrgang der 23 Gesundheits- und Krankenpflegeschüler/innen der Krankenpflegeschule am Evangelischen Krankenhaus Oldenburg hat das Examen geschafft. 17 Frauen und 6 Männer zwischen 20 und 38 Jahren stehen in den Startlöchern, um ihr praktisches und theoretisches Wissen im Beruf anzuwenden und zu erweitern. „Wir wurden immer mehr in die Eigenverantwortung genommen und die Komplexität der Aufgaben, welche wir besonders im Ausbildungsbereich erfahren durften, wurde verdeutlicht. Das erforderliche theoretische Grundwissen wurde gut präsentiert und es wurde vor allem viel Wert darauf gelegt, dass es auch praktisch anzuwenden war“, so der Kurssprecher und Jugend- und Auszubildendenvertreter Arnd Martens.

Neben der breit gefächerten theoretischen Ausbildung sorgten dafür praktische Einsätze in allen Fachbereichen des Hauses, in ambulanten Pflegediensten und bei weiteren externen Kooperationspartnern. Sieben Auszubildende waren während der dreijährigen Ausbildung für 6 Wochen im Universitätsklinikum Groningen eingesetzt und wurden durch das Erasmus+-Programm der Europäischen Union gefördert. 

Gegenseitige Hilfe und Unterstützung stand dabei im EV nicht nur auf dem Papier, sondern wurde aktiv umgesetzt: Im letzten Ausbildungsjahr haben die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die neuen Auszubildenden in kleinen ‚Zweier-Teams‘ weitergegeben. Während der ersten zwei Wochen haben sie auf den jeweiligen Stationen des Evangelischen Krankenhauses mit den ‚Neuen‘ ein Tandem gebildet und ihnen so einen optimalen Einstieg in die praktische Ausbildung ermöglicht. 

Über die Hälfte der Kursteilnehmer/innen werden nach dem Examen im EV bleiben und auf den verschiedenen Stationen die Teams unterstützen. Gabi Greis, Leiterin der Krankenpflegeschule des Evangelischen Krankenhauses Oldenburg, sieht für alle Examinierten eine sehr gute Perspektive: „Dem Jahrgang 2014 steht im wahrsten Sinne des Wortes die Welt offen. Die Absolventen können sich für spezialisierte Kliniken entscheiden oder ein Studium aufnehmen. Einige Kursteilnehmer zieht es zurück in die Heimat, andere gehen sogar über den großen Teich in die USA.“

27.07.2017

GK 14 - Überreichung der Europässe

Auch in diesem Jahr konnten wir es wieder 7 jungen Auszubildenden ermöglichen, im Rahmen des europäischen Ausbildungsförderungsprogramm ERASMUS+ ein 6-wöchiges Praktikum im Universitair Medisch Centrum Groningen, kurz UMCG, in den Niederlanden zu absolvieren. Der Europass ist ein Dokument, das den individuellen Kompetenzzuwachs bescheinigt und zum Nachweis von Lernaufenthalten in einem europäischen Land bei zukünftigen Arbeitgebern und Bildungseinrichtungen vorgelegt werden kann.  

Stolz konnten Merle Bley, Laura Groeger, Arnd Martens, Swantje Holtfort, Johannes Keller, Marion Kiesewetter und Juliane Kettmann (v.l.n.r.) nach bestandenem Examen ihre Europässe entgegennehmen.

Juli 2017

Leistungssport neben der Ausbildung

Seit August 2016 bin ich Auszubildende im Evangelischen Krankenhaus Oldenburg. Neben meiner Ausbildung trainiere ich drei bis vier Mal pro Woche in der Sporthalle. Vor sechs Jahren wechselte ich vom Turnen in die Showakrobatik, eine Sportart  mit einer Mischung aus Tanz, Turnen und akrobatischen Leistungen. Unsere Gruppe, die Green Spirits von der Turn- und Sportgemeinschaft Hatten-Sandkrug, besteht momentan aus 45 Mädchen im Alter von sieben bis 29 Jahren. Seit vielen Jahren nehmen wir an deutschen Meisterschaften teil und belegten bereits zum fünften Mal den ersten Platz. Im Jahr 2015 wirkten wir an der Weltgymnaestrada in Helsinki mit, ein zehn tägiges Event mit dem Zusammentreffen von Nationen aus der ganzen Welt. Im Juli dieses Jahres hatten wir die Möglichkeit, mit einem Teil der Gruppe nach Alcaidesa in Andalusien zu reisen, um im Clubhotel Aldiana Alcaidesa unser Können eine Woche lang zu präsentieren. Wir gestalteten die Abende mit verschiedenen Choreographien, die wir als Kleingruppe mit zwölf Personen in den vergangenen zwei Jahren einstudierten. Für den letzten Abend entwickelte unsere Gruppe der Green Spirits eine einstündige Show aus fünf Choreographien, Tänzen und Trailern.

Nach unserem eigenen Training boten wir für die Kinder des Clubhotels tagsüber einen Workshop an, damit auch diese die Akrobatik kennenlernen konnten. Dadurch hatte ich die Gelegenheit, mich selber im Weitervermitteln von Kompetenzen  zu üben. Dies ist etwas, was ich in meiner täglichen Arbeit im Krankenhaus ebenfalls häufig mit Patienten und Kollegen unter Beweis stellen muss. Wir studierten auch mit den Kindern eine eigene Choreographie ein, die ebenfalls während der letzten Show im Theater präsentiert wurde. Im Gegenzug durfte unsere Kleingruppe die Dienstleistungen des Hotels kostenlos in Anspruch nehmen. Die Woche in Andalusien war ein einmaliges Erlebnis, welches mir durch die Leitung und Lehrer der Krankenpflegeschule ermöglicht wurde, dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Mai 2017

GK 15 -Kursfahrt ins Venedig der Niederlande

AMSTERDAM, so haben wir während unserer Studienfahrt vom 08.-12. Mai 2017 die Erfahrung gemacht, ist die perfekte Stadt für eine medizinisch- pflegerisch orientierte Studienfahrt mit kulturellem Austausch. Los ging es in aller Früh mit dem Sonnenaufgang (für angehende Pflegekräfte natürlich kein Problem) vom Hauptbahnhof mit dem knallgrünen Flixbus, in nur wenigen Stunden nach Amsterdam. Genächtigt haben wir im Stadtteil „Sloterdijk“ im Meininger Hotel.

Der erste Tag stand ganz im Sinne der Erkundung der Stadt und der Entspannung bei einer Grachtentour sowie der Überwindung erster kultureller Schocks, denn die berauschenden Duftwolken von Cannabis kamen nicht nur aus den bekannten Coffeeshops, sondern wehten an jede zweiten Ecke in der Luft.

Am zweiten Tag standen ein Besuch im Museum für Mikrobiologie und dem „Hash Marihuana Hemp Museum“ auf dem Plan. Im Micropia haben wir neben Ameisen, Schimmelpilzkulturen und vielen anderen Mikroben Bekanntschaft mit Cyanobakterien, dem Ursprung unseres heutigen Lebens auf der Erde machen dürfen.

Das Hash Marihuana Hemp Museum hat uns, umhüllt vom Geruch der dort legal angebauten Pflanzen,  sehr verherrlichende Informationen über den Anbau, den Konsum und die Verwendung von Cannabis sowie die Wirkung von THC im Körper gegeben. Besonders interessant zu erfahren waren die Auswirkungen von Marihuana auf den Körper beim Einsatz in der Medizin, wie z.B. bei bestimmten Krankheitsbildern wie MS, Epilepsie, Glaukom oder auch als Analgetikum bei Tumorpatienten.

Mittwoch, Mitte der Woche, war nicht nur zeitlich gesehen der Höhepunkt der Woche, sondern auch in Hinblick auf das Programm. Wir haben einen Tag im AMC „Academisch Medisch Centrum“ in Amsterdam verbracht. Ein Krankenhaus in der Größe einer Kleinstadt. Betreut wurden wir vor Ort von mehreren Krankenschwestern, die die dort lernenden Krankenpflegestudenten betreuen. Mittels einer Powerpoint- Präsentation wurde uns zunächst der wesentliche Aufbau des Krankenpflegestudiums sowie die Differenzen zum deutschen Ausbildungssystem präsentiert. Anschließend erfolgte eine Führung durch die riesigen Hallen des Krankenhauses, inklusive eines Besuchs im Zentrum für Hyberbaric Medicine und der hochmodernen Notfallambulanz. Zwei Krankenpflegestudenten standen uns außerdem auf dem Ward der Frauenklinik Rede und Antwort. Wir haben ebenfalls einen Einblick in die Zimmer erhalten und waren alle von dem Luxus und Comfort, der die Patienten in Bezug auf die Größe sowie die Ausstattung der Zimmer bei einem Aufenthalt erwartet, erstaunt. Abschließend haben wir die anatomische Sammlung der Vrolik Familie ansehen und bestaunen können. Leben und Tod in einem Raum, lediglich getrennt durch Glas! Pathologische Krankheitsbilder, wie man sie heute nur noch selten erlebt, hat die Familie für die medizinische Nachwelt gesammelt. Von riesigen Blasensteinen, über Lithopädion bis hin zu Spina bifida. Durch die Ausstellung geführt wurden wir von zwei Medizinstudenten.

Weiter ging die anatomisch, faszinierende Reise hinter die Hülle unseres Körpers am Donnerstag, unserem letzten Tag, in der Körperwelten-Ausstellung. Dort konnten wir anhand von mehr als 200 anatomischen Exponaten und ungefähr 20 Ganzkörperexponaten von bereits verstorbenen und präparierten Menschen einen Einblick in die Tiefen des menschlichen Körpers gewinnen sowie unser anatomisches Fachwissen aufbessern. Nach der zweitägigen Konfrontation mit dem Tod stand der Nachmittag ganz im Sinne der Freizeit. Ob Sightseeing, Shopping oder ein Besuch im Avocado Restaurant, für jeden von uns hatte Amsterdam was zu bieten. Abgeschlossen haben wir die Studienfahrt gemeinsam bei herrlichem Sommerwetter vor dem Hotel mit Speis und Trank und Sang und Klang bis in die späten Abendstunden. Für einige nahm die Nacht in den Clubs Amsterdams gar kein Ende.

Ich denke ich spreche für den gesamten Kurs, wenn ich sage, dass diese Kursfahrt die perfekte Mischung aus Programm und Freizeit war. Am allerwichtigsten jedoch war für uns alle die Stärkung der Kursgemeinschaft durch das intensive Zusammensein innerhalb dieser Woche.

Ein besonderer Dank gilt daher unserer Kursleitung Frau Frers, die uns bei der Organisation tatkräftig unterstützt hat sowie Herrn Fleßner, der ebenfalls als betreuende Lehrkraft ein super Touristenguide war und immer für gute Laune und Lacher gesorgt hat. Außerdem möchten wir der Krankenpflegeschule am Evangelischen Krankenhaus für den finanziellen Zuschuss zu dieser Studienfahrt danken.